CRümel

CRümel

Donnerstag, 27. September 2018

Posieren

Ausritt am 26.9.2018

Erst hieß es, die Begeisterung meines Garagennachbarn zu bewältigen, der kurz vor der Abfahrt minutenlang begeistert um uns herum tanzte ... "Hach wenn ich so etwas sehe, dann bin ich wieder sechzehn Jahre alt! Ist die schick! Sieht die gut aus. Und die Farbe - total klasse. Hach, da fühle ich mich doch gleich wieder jung. Mach sie mal an! Gib mal Gas! Oooh ja den Sound kenne ich  ..." (und hing sich vor den Auspuff und hielt seine Hand davor) ... 

Diesen Gefühlsausbruch mußte ich erstmal verarbeiten!

... dann ging es auf kleine Tour. Ich hatte noch etwas vor.

Erst fuhren wir über das Reitlingstal im Elm. Ich winkte die Knieschleifer vorbei, und einer bedankte sich auch mit einem Handwinker. Nett.
Bei dem herrlichen Herbstwetter war der Elm nicht wirklich erholsam. Diese Rennradfahrer könnte ich der Reihe nach von ihren Bikes fegen. Die fahren, als hätten sie neun Leben. Mehr als einmal kam ich in eine brenzlige Situation, wenn sie die Kurven schnitten und ich sie schon in mir drin geparkt sah.

Es ging vorbei an bekannten Treffpunkten.


Zwei ältere Herren auf der Pausenbank schauten uns neugierig hinterher. Die Frage "Was ist das denn?" konnte ich von ihren Lippen ablesen. Wir fuhren ja nicht schnell, da ist so etwas möglich.

Dann ging es weiter Richtung Schöppenstedt. Der Wind blies jetzt verstärkt, und CRümel kam trotz allem bemühten Geknöter nicht über 80 km/h. Zum Glück nervte keiner von hinten. Einmal kam uns ein Lastzug entgegen. Da prügelte der Sogwind richtig heftig auf uns ein, weia ...

Zeit für eine Pause.

CRümel in Pose.





















Hier ist das Tank-Pad zu sehen - ich finde es paßt zur Kreidler ...


Auf dem Rückweg meinte eine Bio-Muddi, mich überholen zu müssen, und scherte wegen (vorher schon deutlich erkennbarem) Gegenverkehr gefährlich dicht vor mir ein. Mit Ellie hätte ich sie mir gegriffen. Mit CRümel wünschte ich ihr nur  höllisch Übles unter dem Visier heraus. Solche Vollpfosten gibt es immer mal wieder: Schlangenlinien wegen Handybenutzung. Oder halt einfach Dummheit.

In Sickte knatterte eine sehr alte BMW an uns vorbei, während wir am Einbieger warteten. Die verfolgte ich dann bis zur Abzweige nach Cremlingen. Wir waren beide ziemlich deutlich im Örtchen zu hören.
Der Nicker vom BMW Fahrer und der Daumen hoch, als er dann weiterfuhr, ließen mich dann wieder grinsen.

Die geplanten Fotos waren auf dem Chip, und somit war die Mission erfolgreich gewesen. Die Schraubenkontrolle ergab, dass diesmal nichts gelockert war. Oder ich hatte nichts gefunden. Wir werden sehen.







 

2 Kommentare:

  1. Diese Erzählung find ich klasse! Ist es nicht richtig geil, wieviel Bewunderung und Aufmerksamkeit die Kreidler erregt?
    Da stinken die ganzen quietschbunten Repsols für Möchtegerns ab! Da können die sich noch so sehr die Knie-Pads mit der Flex anschleifen.

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    1. Lieb kommentiert von Dir. Wenn ich die kleinen aufgebauten restaurierten Mopeds sehe, die sich dort auch mal treffen, ging mir früher schon immer das Herz auf. Was haben die Besitzer dran geackert, um sie schön zu bekommen. Sie dürfen mit Recht stolz sein. Und sehr viele der Gebücktenfraktion nehmen sie nicht für voll. Schade. Sie hätten es nämlich wahrhaftig verdient.

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