Die Kosten der Inspektion waren knapp über 100 Euro. Die nächste ist mit 5000 Kilometern dran. Hätten wir Sommer, wäre ich bestimmt in einem Monat wieder in der Werkstatt aufgetaucht ;-). Man kennt das ja ...
Bei den kleinen Maschinen ist regelmäßige Inspektion wichtig, wenn man lange etwas von den Motörchen haben will, erfuhr ich vom Schrauber. Die Kosten bringen mich nicht um, und ich möchte ja wirklich lange mit der kleinen Kreidler unterwegs sein!
Damit die Reinigung der Kette und der Felge des Hinterrads leichter ist, gab es ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
Die passende Farbe ist jetzt Zufall gewesen!
Der Zettfahrer hatte den Heber beim Flohmarkt im Internet entdeckt. Bei der Abholung stellte sich heraus, dass sich Verkäufer und Käufer sogar kennen. Die Welt ist ein Dorf.
Wie man mit so einem Heber umgeht, mußte ich erst lernen. Aber dank diverser Youtube Beiträge wurde ich klüger.
Damit der Auspuff nicht verkratzt, wenn ich den Heber an den Enden der Schwinge ansetze, wurde ein Polster konstruiert. Ich nahm hierzu die Ärmel eines alten Fleecepullis und nähte einen Schlauch daraus. Der wurde über das Metallteil gezogen, am Ende dreimal um sich selbst gedreht und wieder zurück gelegt. Fixiert von einem Kabelbinder, hält diese flauschige Konstruktion rutschsicher.
Wenn man keine zweite Person zur Verfügung hat, die das Mopped in der Senkrechten (danke, Marcus ;-) ) hält, muß man sich etwas einfallen lassen. Im Youtube Video legte der Typ einen Holzklotz unter den Seitenständer. Dadurch kam sein Motorrad deutlich besser in die Senkrechte.
Der Zettfahrer konstruierte mir einen Prototyp.
Hier der Prototyp, gebaut aus Dachlattenteilen
Damit der Seitenständer nicht abrutscht, wollte ich eine Mulde in den Holzblock haben. Das erwies sich als klug, wie diverse Testläufe zeigten! Der Boden des Blockes ist nicht gummiert. Das war mein erster Plan gewesen, um den Block am Wegrutschen zu hindern. Davon bin ich aber abgekommen! Ein wenig rutschen ist okay, um sich der Dynamik des Abbockens anzupassen!
Die Prozedur läuft jetzt so ab:
Ich stelle den Fuß vom Seitenständer in die Mulde. Dadurch ist der CRümel viel senkrechter. Dann schiebe ich den Heber von hinten in die passende Position. Linksseitig liegt das Gummi des Seitenarmes am hinteren Ende der Schwinge. Rechts schwebt es etwas in der Luft. Jetzt greife ich mit der linken Hand an den Haltegriff unterhalb der Sitzbank, während ich mit meiner rechten Hand vorsichtig den Heber nach unten drücke. Der CRümel hängt nun im Heber drinnen.
Foto folgt.
Wie gesagt - das allein hinzubekommen sollte zunächst einmal mit einer zweiten Person als "Nothalter" ausreichend geübt werden. Dank an den Zettfahrer für die diversen Trainingsläufe!
Das Herunterbocken ist am besten ohne hektische Bewegungen zu erledigen. Die Maschine kippt ja zur Seite - und hier kommt die Mulde des Holzblockes zum Einsatz: dadurch wird der Ständer wirklich gut fixiert, und nichts rutscht weg.
Ich halte wieder den linken Griff unter der Sitzbank fest, während ich mit meiner rechten Hand den CRümel langsam! herunterlasse. Das geht dank der Rollen unter dem Heber sehr leicht. Dadurch, dass CRümel jetzt nicht mehr so tief zur Seite kippt, ist die Gefahr des Umkippens oder zur-Seite-Wegbrechens geringer. Trotzdem ist es klüger, das Motorrad an einer Stelle zu halten.
Die Kette ist jetzt gut gesäubert, die Felge vom Bremsdreck gereinigt. Nach der Prozedur lasse ich den CRümel wieder auf dem Seitenständer ruhen.
Während ich mit dem Reinigen beschäftigt war, bekam ich einen Zaungast: ein alter Herr unterbrach seinen sonntäglichen Spaziergang, kam zur Garage und hielt einen Schwatz. Über kleine Maschinen im allgemeinen und seine eigene Zweiradvergangenheit im Besonderen. Das fand ich sehr nett. Danach googelte ich gleich den Begriff "Kradmelder". Was man alles so nebenbei lernt in der Garage, erstaunlich ...
Der Einbau eines Hauptständers ist mir im übrigen viel zu aufwändig. So geht es auch.



































